Elysium

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Faszination des geschriebenen Wortes!



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Tränen

Die Tränen fließen
Mit gutem Grund
Wasser läuft
Augen sind wund

Es schmeckt salzig
Ist nicht gut
Wasser läuft
Aus kalter Wut

Hoffnung stirbt
schwer und heiß
Wasser läuft
Und bricht kein Eis

Die Tränen fließen
Mit Motiv
Ganz natürlich
Deprimiert naiv

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Das Seelen-Kästchen

Er stand vor mir, die Hände an meiner Kehle
Ganz still und düster ruhte er da
Griff langsam und flehend nach meiner Seele
Es war kein Traum, es war real

Dann ließ er zögernd ab von mir
Ich fühlte mich einsam und schrecklich leer
„Ich werde gehen, brings’ Kästchen zu ihr
Dann wird es wachsen, das Schatten-Heer!“

So schwebte er davon um ‚s weg zu bringen
Aus meinen Augen verschwand der Glanz
Von weiten hörte ich die Stimmen singen
Es war mein letzter Todes-Tanz

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Erwachsen

Wenn du Erwachsen bist,
ist es ein Erwachen
aus tausend träumen
die man als Kind geträumt hat.
Damals war alles unschuldig.
Du, dein Spielen, selbst der Schlaf.
Und jetzt verfolgen dich die Gedanken,
du willst wieder unschuldig sein.
Ein Leben ohne Probleme haben.
Dein Leben für dich haben
und aus Fehlern lernen.

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Hoffnungslos

Tränen rinnen weiße Wangen hinunter
Tropfen leise auf schwarzen Asphalt
In den armen halten ihren Körper
Schwer, leblos und kalt

Schon zu lange sitzen sie dort
Die Welt verschwimmt zu einem Meer
Ohne kleinste Hoffnung auf Rettung
Denn ihre Augen schimmern leer

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Das Sandkorn

Die Reise begann vor langer Zeit
Das Sandkorn in der Tiefe lebt
Von einer Welle schnell befreit,
es einen weiten Weg anstrebt

Mit jedem Strudel kommt es dichter
Und näher an sein fernes Ziel
Von unten sieht es bunte Lichter
Ihm das auf Dauer sehr gefiel

Und irgendwann, nach langer Reise
Es plötzlich an der Sonne war
Es ging sehr fix auf schnelle Weise
Dann lag es ohne Wasser da

Es dauerte nicht, dann musst es fort
War nicht sehr lang an diesem Strand
Kam mit viel Krach an fremden Ort
Mit vielen mehr ins Abendland

Dann wurd’s ihm lau und immer heißer
Kam in den Ofen, Flammen brennen
Schmilzt schneller, heller immer weißer
Sah Schatten vor dem Feuer rennen

Als es später zu sich kam
Leuchtet glitzernd in greller Sonne
Der Pastor die Hand vom Fenster nahm
S’ Sandkorn lächelt, mit großer Wonne
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